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Spinnen:

 

Spinnen sollen in den natürlichen Biotopen zum ganz normalen Nahrungsspektrum unserer Pfeilgiftfrösche gehören. Diese Arten werde ich meinen Tieren sicher nicht bieten können.

Allerdings lassen sich in meinem Kellerraum, ohne große Anstrengungen einige Spinnen finden. Die sind schon mal den Versuch einer Probefütterung wert. Wenn auch nicht in großen Mengen vorhanden sind sie doch eine schöne Abwechslung für meine Frösche.

 

(1) reichlich im Keller vorhanden
(2) gut mit Pulver eingestäubt

 

Hauptsächlich geistern in meinem Keller sogenannte Zitterspinnen herum. Teilweise werden sie direkt zur Plage und man kann seinen Kopf nirgends mehr hinstecken ohne voller Spinnwebrelikte wieder hervor zu kommen. Nun gehöre ich durchaus nicht zu den extrem Zartbesaiteten, aber irgendwann ist auch bei mir Schluss mit Lustig.

Wissenschaftlich gesehen gehören meine Zitterspinnen wohl in die Gattung Pholcus. Da diese Gattung aber über 100 Arten umfasst, kann ich nicht genau sagen um welche Art es sich bei meinen Untermietern handelt.

 

(3) anvisieren des Spinnentiers
(4) nur noch die langen Beine schauen heraus

 

Egal welcher Art sie angehören, werden gelegentlich halbwüchsige Exemplare in einem hohen Becher eingefangen. Auf den Tieren haftet das Vitamin- und Mineralpulver sehr gut und behindert die Spinnen so stark, dass man recht gut mit ihnen umgehen kann.

Einzeln ins Becken geschüttelt, werden sie von den Fröschen regelrecht gejagt. Hat man es mit der Schüttelei im Becher ein wenig übertrieben, reicht oft ein Anpusten des Spinnenkörpers um den Frosch zuschnappen zu lassen.

Passen sie von der Größe her in das Beutechema, stürzen sich alle meine Pfeilgiftfrösche gierig auf diese Spinnen. Der Körper wird anvisiert, die Spinne ins Maul gezogen und mit ein paar Schluckbewegungen die langen Beine ins Innere des Frosches befördert.

Die Fütterung der Frösche mit Spinnen ist natürlich sehr zeitaufwendig. Da es den Frösche aber schmeckt und ich zudem die Kellerpopulation der Viecher damit ein wenig im Zaum halte werde ich weiter machen. Ein anderer Nachteil sind nicht gefressene Spinnen. Sehr schnell haben sie sich in einer oberen Ecke des Terrarium ein Plätzchen für ihr Netz gesucht. Da sie sich hier sehr wenig bewegen und so von den Fröschen nicht bemerkt werden, muss ich sie bei Gelegenheit von Hand aus dem Becken schmeißen.

 

 

Literatur:

Bellmann, Heiko (2001): Spinnentiere Europas; Stuttgart: Kosmos. ISBN 3-440-09071-X

Heimer, Stefan; Nentwig, Wolfgang (1991): Spinnen Mitteleuropas. Paul Parey, Berlin. ISBN 3489535340

 

 

©2008 Kaktusfisch ; letzte Änderung 22.12. 2008