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Einleitung:

 

Am Vorabend einer Terraristika saß ich mit meinem Froschfreund Erik beim Abendessen im Gastraum einer kleinen Pension in Hamm.

Als die Tür aufging, ein Mann mit einer Styroporkiste unter dem Arm hereinkam und die Wirtin fragte ob er seine Tiere mit herein bringen dürfte, kam vom Nachbartisch wie selbstverständlich die Frage " ...was denn dort drin wäre?..." Wir Beide wußten natürlich, was drin ist in der Box und als ein kleiner Behälter mit einem Dendrobates tinctorius "Azureus" zum Vorschein kam, war das Erstaunen selbstverständlich groß.

Für einen Außenstehenden ist es ein großes Aha-Erlebnis, erblickt er zum ersten Mal einen dieser blauen Frösche. Mir selber ging es vor ein paar Jahren nicht anders. Und auch heute noch kommt beim ersten Besuch in meinem Keller immer noch der Ausruf: "...ein blauer Frosch - das gibt es doch gar nicht....."

 

faszinierend anders - Pfeilgiftfrösche

 

Bei einem Familienbesuch in einem deutschen Zoo, zu dem auch ein kleiner Aquarien- und Terrarienbereich gehörte, beobachtete ich voll Interesse ein großes Terrarium mit Pfeilgiftfröschen in dem sich gerade die Nebelanlage eingeschaltet hatte. Langsam füllte sich der Behälter mit dem von oben eintretenden Wasserdampf. Ein wirklich beeindruckendes Bild, welches neben mir auch ein ca. fünf Jahre alter Junge beobachtete.

Nachdem sich der Behälter nach einiger Zeit fast vollständig mit diesem wabernden Schwaden gefüllt hatte, kam die Mutter des Kleinen, nahm ihn bei der Hand und sagte nach einem kurzen Blick auf das wirklich faszinierende Schauspiel: "Nun komm endlich, bei dem Becken ist ja noch nicht einmal die Scheibe richtig sauber."

Da stand ich also wieder allein vor den, die erhöhte Luftfeuchtigkeit sichtlich genießenden kleinen Dendrobates auratus, und verstand nicht, wie man dermaßen ignorant sein konnte. Bei manchen Menschen haben es unsere Frösche also schwer sich, gegen so gewöhnliche Zootiere wie Elefanten, Giraffen oder Löwen, durchzusetzen.

 

Das jüngste meiner Hobbys begann erst so richtig im Jahr 2005. Zwar hatte ich schon länger Interesse an diesen kleinen, bunten Amphibien, doch der endgültige Anstoß kam erst, als ein Fischfreund im Harz ebenfalls mit diesen Tieren anfing.

Der nächste Schritt führte uns beide zu einem großen Discounter in Duisburg. Im hervorragenden Katalog gab es ein riesiges Angebot, auch in punkto Terraristik. In seiner Größe und Vielfalt ist dieses Geschäft schon sehr beeindruckend. Das Ergebnis war dann aber doch recht ernüchternd. Ein einziges vorrätiges Dendrobatenbecken in der mir vorschwebenden Größe, das sich im nachhinein noch als undicht erweisen sollte. Ein kümmerlicher letzter Rest Xaxim-Platten, ein erworbenes Hygrometer das sich standhaft weigerte mehr als 70% Luftfeuchtigkeit anzuzeigen und Fliegenansätze die zu 100% aus Milben bestanden, schmälerten den guten, ersten Eindruck doch erheblich. Und dann alles zu wirklich sagenhaften Preisen.

Nein Danke, da musste es doch einen anderen, besseren Weg geben. Über einen Bekannten der neben Fischen auch Pfeilgiftfrösche hält, bekamen wir dann so allmählich einen Einblick in die Haltung der Frösche. Nach und nach fuhren wir zur Besichtigung der verschiedensten Terrarienräume und konnten so sicher den einen oder anderen Anfängerfehler verhindern. U. a. besuchten wir die wirklich sehenswerte Anlage von Kwekerijrana in Heerlen (Nl). Meine ersten eigenen Pfeilgiftfrösche waren dann im September 2005 fünf Dendrobates azureus.

 

 

©2008 Kaktusfisch ; letzte Änderung 14.07.2008